Bundesfreiwilligendienst bei der AWO in Neustrelitz

Tolle Chance für beide Seiten

„Es ist ein schönes Gefühl, wenn jemand so zufrieden ist, einfach weil man mit ihm Zeit verbringt.“ schildert Philipp, 17 Jahre aus Neustrelitz einen Eindruck von seiner Tätigkeit im Bundesfrei-willigendienst in einer Ambulant Betreuten Seniorenwohngemeinschaft. Sein Vater, der ebenfalls im Bereich Ambulante Pflege der AWO Mecklenburg-Strelitz hauptamtlich tätig ist, schlug ihm diese Idee vor.
Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ist seit 2011 eine Möglichkeit sich für das Gemeinwohl zu engagieren. Die bis zu 18 Monate dauernden Freiwilligendienste für Junge Erwachsene sind damit auch für Bürger ab 27 Jahren eine Möglichkeit, Zeit sinnvoll zu nutzen. Die Wirkung des BFD geht in beide Richtungen: der Freiwillige sammelt wertvolle Erfahrungen, kann sich ausprobieren, orientieren und für die Allgemeinheit ist er eine wichtige Bereicherung und Unterstützung.
Für den Start brauchte Philipp lediglich eine Bewerbung bei der AWO Mecklenburg-Strelitz einreichen, die insgesamt neun BFD Stellen hat. Diese sind auch in anderen sozialen Arbeitsbereichen zum Beispiel in der Arbeit mit Kindern oder Menschen mit Behinderungen möglich.
Da Philipp schon Praktika im Pflegebereich durchgeführt hat, ist ihm die Arbeit mit den älteren und pflegebedürftigen Menschen leicht gefallen. Sehr positiv aufgenommen wurde er sowohl von den Mitarbeiterinnen als auch von den Bewohner*innen, die sich über einen jungen Menschen freuen, der mit ihnen Zeit verbringt.
Zu Philipps Aufgaben in der Wohngemeinschaft zählen die Unterstützung bei der Betreuung der Senioren wie zum Beispiel Spaziergänge unternehmen, Gesellschaftsspiele, Gesprächsrunden, Zeitungsschau, aber auch leichte Grundpflege wie die Hilfe beim Waschen und Anziehen. Zudem unterstützt er im Haushalt, bei organisatorischen Abläufen und begleitet Bewohner*innen bei Arztbesuchen. Die Tätigkeit umfasst 40 Stunden in der Woche. Vom AWO Landesverband gibt es klare Definitionen, welche Aufgaben ein im Bundesfreiwilligendiensttätiger leisten darf.
Pflegedienstleiter Robert Paul Bohn betont, dass es dem Träger sehr wichtig ist, dies genau einzuhalten. Es gibt regelmäßige Reflektionsgespräche und Vororttermine von der beaufsichtigenden Stelle. Herr Bohn schätzt die positive Wirkung des BFD sehr. Teamleiterin Mareike Löwner ergänzt, welche Wirkung die Übernahme von Verantwortung hat: „Wir haben schon mehrfach erlebt, wie der BFD jungen Menschen beim Erwachsenwerden hilft und auch Auswirkungen auf den Berufswunsch hat. Zum Beispiel, dass ein junger Mensch zu Beginn des BFD ein festes Berufsbild im Kopf hatte und sich dann doch für eine pflegerische Ausbildung entschieden hat. Das ist toll.“
Im Rahmen des Freiwilligen Jahres nimmt Philipp auch an Seminaren teil und lernt andere Bundesfreiwillige kennen. Nach den ersten Wochen würde Phillipp andere jüngeren wie älteren Menschen den Freiwilligendienst empfehlen.
Engagement in der Gesellschaft fördert die AWO traditionell seit jeher. Für nähere Informationen zu einem Freiwilligendienst und den Wohngemeinschaften vor Ort ist die AWO Mecklenburg-Strelitz gerne Ansprechpartner.

Zurück